Ruanda
In Ruanda sind mehr als 600.000 Kinder und Jugendliche Waisen. Ihre Mütter und Väter starben während der Massenmorde im Jahr 1994 oder an AIDS. Der Genozid im Jahr 1994 forderte 800.000 Menschenleben und hinterließ Ruanda verwüstet und traumatisiert. Jede sechste Schule wurde vollständig zerstört, es fehlt an Schulmaterial und ausgebildeten Lehrern. Viele Kinder leben in extremer Armut. Vor allem die Waisen haben oft kaum eine Chance auf Bildung. UNICEF möchte in Ruanda 500 Schulen bauen und 750 wieder herrichten. Einige von ihnen richten sich speziell an Kinder, die einige Jahre lang nicht zur Schule gehen konnten und jetzt den Unterrichtsstoff in kompakter Form nachholen. UNICEF plant zudem, 200 Schulen mit Trinkwasseranschluss sowie 400 Schulen mit hygienischen Latrinen auszustatten. Zusätzlich sollen 50 Ausbildungszentren für Lehrer an den Schulen entstehen. UNICEF möchte hier 11.000 Lehrer die Teilnahme an Kursen ermöglichen.


