Schulen für Afrika
Im südlichen Afrika gehen mehr als 40 Millionen Mädchen und Jungen nicht zur Schule. Fast jedes zweite Kind hat keine Chance, lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Besonders benachteiligt sind die Kinder aus den ärmsten Familien, Mädchen und AIDS-Waisen. Dabei ist Bildung die einzige Chance, den Kreislauf aus Armut, Unwissenheit und Krankheiten zu durchbrechen.
„Schulen für Afrika“ wurde am 6. Dezember 2004 auf einer Internationalen Pressekonferenz von den Partnern Hamburger Gesellschaft, UNICEF und der Nelson Mandela Stiftung der Öffentlichkeit in Kapstadt vorgestellt. Der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela unterstützt persönlich die Aktion „Schulen für Afrika“ und hat sich in einer persönlichen Videobotschaft an die Öffentlichkeit gewandt und um Unterstützung für „Schulen für Afrika“ gebeten. Angesichts des schrecklichen Tsunami im Dezember 2004 waren die drei Partner einig, dass „Schulen für Afrika“ nicht wie geplant am 1. Januar 2005 starten konnte. Um der Aktion „Schulen für Afrika“ im Frühjahr 2005 einen neuen Schub zu geben, entschloss sich der Hamburger Reeder Peter Krämer zu dem öffentlichen Versprechen, jede Spende in Deutschland für „Schulen für Afrika“ bis zu einem Gesamtbetrag von 3 Mio. Euro zu verdoppeln. Dieses Versprechen gab Peter Krämer im Beisein von Frau Eva Luise Köhler, der Ehefrau des deutschen Bundespräsidenten, auf einer Pressekonferenz am 20. Mai 2005 in Berlin ab. Insgesamt konnten bis heute weltweit für „Schulen für Afrika“ ca. 30 Mio US Dollar an Spenden gesammelt werden; davon trug Peter Krämer 3,8 Mio Euro bei.
In zunächst sechs afrikanischen Ländern werden Schulen neu gebaut oder in Stand gesetzt. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regierungen, Behörden, Gemeinden und anderen Partnern schafft UNICEF damit in Angola, Malawi, Mosambik, Ruanda, Simbabwe und Südafrika eine Umgebung, in der die Kinder sicher und behütet lernen und spielen können. Sie haben Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen, diese auch getrennt nach Mädchen und Jungen. Die Kinder erhalten Arbeitsbücher, Stifte und weiteres Schul- und Sportmaterial, die Schulen sind angemessen eingerichtet und möbliert. Die Lehrer sorgen für eine solide Grundschulausbildung, die u. a. auch die tägliche Hygiene, Gesundheitsfragen und HIV-Vorsorge zum Inhalt hat; darüber hinaus wird eine Sensibilisierung zur Gleichbehandlung von Mädchen und Jungen vermittelt. „Schulen für Afrika“ wird 4 Millionen Kinder erreichen.
„Schulen für Afrika“ ist eine gemeinsame langfristig angelegte Kampagne von UNICEF, der Nelson Mandela Stiftung und der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts. Initiiert wurde sie vom Hamburger Reeder Peter Krämer, der mit einer Spende von 1 Mio. US Dollar den Grundstock legte.


